Inhaltsübersicht – Informationen

Raki das türkische Nationalgetränk
Woher stammt Raki?
Der Unterschied zwischen Raki und Ouzo
Warum wird Raki mit Wasser gemischt?
Mischverhältnis Raki zu Wasser
Was ist der beste Raki?
Wie schmeckt Raki?
Welchen Alkoholgehalt hat Raki?
Wie wird Raki am besten getrunken?
Ein Video zum Thema Raki


Raki – das türkische Nationalgetränk

Türkischer Raki ist ein aus Weintrauben gebrannter Anisee. In der Türkei ist es aber nicht nur ein Drink, es ist eine Art Lebensgefühl, es ist sozusagen ein kulturhistorisches Erbe über viele Generationen hinweg. Raki wird besonders zu Meze, also türkischen Vorspeisen genossen. Für die, die das noch nicht kennen, ist es vergleichbar mit den spanischen Tappas oder den italienischen Antipasti.

Woher stammt Raki?

Es gibt viele Beschreibungen über den Ursprung des Wortes Raki, heute sind sich die meisten Ethymologen jedoch darüber einig, daß es vom arabischen Wort Arrak (Übersetzt Schweiß) abstammt. Dieser Name stammt vermutlich von dem bei der Destillation vom Kolben heruntertropfendem Alkohol.

Entstanden im 8 Jahrhundert im arabischen Raum hat sich der Anislikör dann über die Türkei und das Mittelmeer in ganz Europa verbreitet. In Griechenland nennt man ihn Ouzo, in Italien kennt man den Sambucca, in Frankreich den Pastis. Auch in anderen Ländern kommt Anis in vielen Variationen vor, so enthalten etwa der Absinth, der Pacharan oder der Herbes de Mallorca Anis.

Sehen Sie hier unser Video dazu.

Der Unterschied zwischen Raki und Ouzo

Raki ist nach den türkischen Statuten definiert als ein zwei Mal destillierter Alkohol, der in maximal 5000 Liter Kupferkesseln hergestellt wird. Produziert werden darf er nur aus Suma (Traubenmaische) und Ethylakohol aus landwirtschaftlichem Ursprung. Dabei muß das Endprodukt mindestens 40% vol. Alkohol enthalten und aus mindestens 65% Traubensuma hergestellt werden. Um sich Raki nennen zu dürfen, muß das Produkt wie die Zutaten aus der Türkei stammen. In der EU ist der Begriff Raki keine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Beim Ouzo dürfen andere Zusätze, wie beispielsweise Fenchelsamen und/oder Kräuter verwendet werden.

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Warum wird Raki mit Wasser gemischt?

Türkischer Raki wird zum Genuß mit Wasser vermischt, kann aber auch pur getrunken werden. Durch die Vermischung mit Wasser wird der Alkoholgehalt reduziert. Auf diese Weise kann man also die Intensität des Geschmacks und der Alkoholmenge auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Ziel ist ein optimales Zusammenspiel mit den Speisen (Meze) und die Gemeinschaft an einer türkischen Tafel einfach ausgiebig zu genießen.

Mischverhältnis Raki zu Wasser

Über das Mischungsverhältnis von Raki zu Wasser gibt es viele Ansichten. Manche trinken ihn pur, manche mischen 1:1 oder auch 1:2, wir sagen einfach, machen Sie es so, wie es Ihnen am besten schmeckt.

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Warum wird Raki mit Wasser weiß?

Durch die Mischung mit Wasser entsteht eine weißliche Trübung, der sogenannte Louche Effekt, der im wesentlichen auf die Öle des Anis zurückzuführen ist, die im Alkohol gelöst sind, aber bei Zugabe von Wasser winzige Öltröpfchen bilden, die dann die milchige Trübung hervorrufen. Raki wird in der Türkei, wegen dieser weisslichen Färbung nach der Mischung mit Wasser, auch als “Löwenmilch” bezeichnet. Die Metapher zum Löwen kommt daher, daß der Raki seinem Trinker Mut macht.

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Was ist der beste Raki?

Wir bieten Ihnen auf diesen Seiten eine stetig wachsende Auswahl an verschiedenen, auch selteneren Rakis, welche Sie zu günstigen Preisen online kaufen können. Beliebt sind die verschiedenen Sorten der Marken Tekirdag Raki (ausführlicher Blogbeitrag), Efe und Beylerbeyi Raki, da sie diese meist nicht im Supermarkt erhalten. Genießen Sie ihn zu Meze, den klassischen, türkischen Vorspeisen, aber auch zu Fisch oder einfach nur als leckeren Aperitif. Auch als Digestiv ist er zu verwenden. Raki wirkt quasi überall Wunder – Löwenmilch eben 😉

Wie schmeckt Raki?

Die wichtigste Zutat von Raki ist Anis. Das Getränk weist deshalb ein ausgeprägte Lakritzaroma auf. Durch das Mischen mit Wasser und Eis lässt sich das charakteristische Aroma etwas abschwächen. Der Raki wird gleichzeitig milchig-trüb, da der sogenannte Louche-Effekt eintritt. Neben dem Mischungsverhältnis mit Wasser nimmt aber auch die gewählte Marke einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschmack von Raki. Die verwendeten Rohstoffe und die Herstellung spielen eine weitere Rolle, die sich vor allem in der Qualität äußert.

Welchen Alkoholgehalt hat Raki?

Türkischer Raki fällt in der Regel stärker aus als Ouzo. Der Alkoholgehalt liegt bei mindestens 40 Volumenprozent, bewegt sich meistens aber zwischen 45 und 47 Volumenprozent. In der Türkei verfügt das Getränk auch über den Namen “Aslan Sütü” beziehungsweise “Löwenmilch”. Die Bezeichnung ergibt sich sowohl aus dem Alkoholgehalt, als auch aus der milchigen Farbe, die sich durch die Mischung mit Wasser ergibt.

Wie wird Raki am besten getrunken?

Traditionell betrachtet gilt Raki als Aperitif und wird als solches vor dem Essen getrunken. Im Idealfall wird das alkoholische Getränk in länglichen Gläsern serviert, die vor dem Genuss im Eisfach aufbewahrt wurden. Auf diese Weise ergibt sich eine angenehm kühle Temperatur, die beim Einschenken durch die richtige Reihenfolge ergänzt wird.

So gibt man als erstes die beliebte Anis-Spirituose in der gewünschten Menge in die Gläser. Anschließend folgt die Verdünnung mit Wasser, die die Intensität des Geschmacks bestimmt. Zum Abschluss folgen Eiswürfel.

Hier noch ein Video mit allen Informationen zum Thema Raki

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